Schneegestöber & Hundeschnauzen

Was man über mich wissen sollte? Eigentlich nichts, der Blog spricht für sich allein. Wer aber doch gerne ein paar

mehr Informationen hätte, kann sich den nächsten Zeilen widmen.

 

Geboren 1984 bin ich in einem beschaulichen Örtchen in Thüringen aufgewachsen. Nicht verwunderlich also, dass Hunde und Natur seit ich denken kann eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen. So waren meine Hunde mir stets treue Begleiter und wir haben gemeinsam viel Zeit draußen verbracht, wo uns weder Regen noch Schnee von unseren Unternehmungen abhalten konnten. Seitdem ich jedoch für mein Studium nach Berlin und anschließend für meine Tätigkeit als Anwältin nach München gezogen bin, haben es weder meine Zeit noch meine Wohnungen zugelassen, einen Hund zu haben. Umso mehr verstärkte sich aber meine schon seit Kindheitstagen bestehende Vision, eines Tages mit Hunden zu arbeiten, meiner Liebe zu Skandinavien geschuldet vorzugsweise auf einer Husky-Farm in Finnland. Die Arbeit dort musste noch ein bisschen warten, erst einmal war ich selbst "nur" Gast auf einer Hundeschlittentour. Das war vor vier Jahren. Seitdem hat mich das Fieber nicht mehr losgelassen und ich war jedes Jahr mit "meinen" Hunden auf Tour. Und jedes Jahr fiel es mir schwerer, in mein Büro zurückzukehren. Nicht, dass ich dort keine spannenden Fälle gehabt hätte, im Gegenteil auch dort gab es herausfordernde Aufgaben und zu meinen Mandanten hatte ich sowieso immer ein gutes Verhältnis. Aber da gab es etwas, das musste noch verwirklicht werden… Ganz leicht war die Entscheidung nicht, aber ich weiß, dass es das Richtige ist. Träume muss man leben, solange sich einem die Gelegenheit dazu bietet.

 

So bin ich im Herbst 2014 nach Äkäskero in Finnland gegangen. Die Idee war, selbst Touren zu guiden. Also trainierte ich die Hunde dafür. Als sich dann aber nach wenigen Wochen die Gelegenheit bot, das Rennteamtraining zu übernehmen, musste man mich nicht zweimal fragen. Den ganzen Tag - und oft auch die Nacht hindurch - Hunde zu fahren, sie so zu pflegen, dass sie nicht nur optimal trainiert, sondern rundum sorglos sind, war eine tolle Herausforderung. In meinem Job bin ich hundertprozentig aufgegangen, meine Hunde waren mein Ein und Alles. Und wenn nach der Saison entschieden werden musste, wer das Rennteam verlässt, um dem Nachwuchs Platz zu machen, hätte ich am liebsten jeden behalten - warum nicht einfach noch mehr Hunde im Team haben? ;-)

Mit der Zeit sprang ich allerdings nicht nur gelegentlich als Guide für Touren ein, sondern übernahm auch die komplette Kommunikation mit Gästen und Reiseveranstaltern, die Personalplanung und letztlich auch noch das Lodge-Management. So nahm die Verwaltung mehr und mehr zu und die Zeit mit den Hunden, aber auch die Qualität des Trainings litten darunter. So wollte ich nicht weitermachen. Schweren Herzens verließ ich im April 2017 „meine Wuffs“. Nur einen, Ranger, konnte ich mitnehmen, obwohl die Liste doch so lang gewesen wäre…

 

Wir gingen zu Emil und Barbara Inauen nach Grimsbu in Norwegen, wo es keine Touristen, sondern nur noch Rennhunde gab. Nach einer spannenden Saison mit viel Training und vielen neuen Erfahrungen, allerdings ohne ein Einkommen, musste eine langfristige Perspektive gefunden werden. Diese bietet sich nun in Innset, einer Huskyfarm mit Touren in die norwegischen und schwedischen Berge, also ganz nach unserem Geschmack… aber lest selbst, wie es uns dort ergeht.

Yvonne Hofschneider mit Happy

© Yvonne Hofschneider 2014 | Kontakt | design by s-media